Arbeitsrecht

 

Allgemeines Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht ist eine komplexe Materie. Da gleichwohl jeder einen Großteil seiner Lebenszeit mit Arbeiten verbringt, kommt es vielfach zu Unstimmigkeiten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig die Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung beraten wir Sie gerne, um so eine weitere Zusammenarbeit für alle Beteiligte zufriedenstellend zu ermöglichen.
Unsere Mandantschaft setzt sich aus Arbeitgebern als auch aus Arbeitnehmern zusammen.

Abmahnung

Die Abmahnung stellt gewissermaßen eine Warnung des Arbeitgebers dar, dass dem Arbeitnehmer für den Fall eines weiter gehenden Fehlverhaltens eine Kündigung droht. Somit stellt die Abmahnung die „Vorstufe“ zur Kündigung dar. In jedem Fall sollte der Arbeitnehmer einen kühlen Kopf bewahren und sich nicht zu unüberlegten Äußerungen oder Aktionen hinreißen lassen. Nicht jede Abmahnung des Arbeitnehmers ist rechtmäßig.

Wir beraten Sie im Falle einer ausgesprochenen Abmahnung gerne über das weitere Vorgehen.

Abfindung

Unter Abfindung wird allgemein hin eine Einmalzahlung des Arbeitgebers verstanden, die den Arbeitnehmer für den Verlust seines Arbeitsplatzes entschädigen soll, wenn dies überhaupt möglich ist. In der Höhe ist für die Abfindung u.a. die Dauer der Betriebszugehörigkeit, das Gehalt des Arbeitnehmers und dessen Alter entscheidend. Letztlich kommt es jedoch auf das Verhandlungsgeschick der Beteiligten an.

Ein grundsätzlicher Anspruch des Arbeitsnehmers auf Zahlung einer Abfindung besteht nicht, kann sich ggfs. aus einem Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag ergeben.

Sofern Ihnen eine Kündigung ausgesprochen wurde, übernehmen wir gerne die Verhandlungen über Ihre Abfindung. Dies gilt auch, wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber nahegelegt hat, zu kündigen, es hierfür jedoch eigentlich gar keinen Grund gibt.

In jedem Fall sollten Sie nicht kampflos und unversilbert Ihren Arbeitsplatz räumen.

Arbeitnehmerüberlassung

Heut zu Tage stellte die Arbeitnehmerüberlassung, auch Leiharbeit oder Zeitarbeit, ein weit verbreitetes Model des Arbeitsverhältnisses dar. In dieser Konstellation ist neben dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber noch der sog. Entleiher, Teil des Arbeitsverhältnisses. Der Arbeitnehmer arbeitet beim Arbeitgeber, wird aber vom Entleiher bezahlt.

Erfahrungsgemäß zieht diese Sonderkonstellation des Arbeitsverhältnisses besondere rechtliche, aber auch tatsächliche Schwierigkeiten nach sich, die in den meisten Fällen ausschließlich unter Konsultation eines Rechtsanwaltes bewältigt werden können.

Ausbildung

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ besagt ein altes Sprichwort. Der Gesetzgeber berücksichtigt dies, in dem er die Anforderung an ein Ausbildungsverhältnis anderes ausgestaltet, als die an ein Arbeitsverhältnis mit einem voll ausgebildeten Arbeitnehmer. Insbesondere wird den Umständen Rechnung getragen, dass der Auszubildenden noch nicht die Qualifikation eines regulären Arbeitnehmers aufweist und jünger ist. Gleichwohl können sich die gleichen Problemfelder wie in einem regulären Arbeitsverhältnisses darstellen.

Wir beraten Sie gerne vor Abschluss eines Ausbildungsverhältnisses und in dessen Abwicklung.

Betriebsübergang

Sofern der Inhaber eines Betriebes wechselt, kommt es erfahrungsgemäß zu Unsicherheiten bei den Arbeitnehmern. Aber ein Wechsel des Inhabers eines Betriebes bedeutet gerade nicht, dass bestehende Arbeitsverhältnisse einfach aufgekündigt werden können. Vielmehr werden die Arbeitsverhältnisse quasi neu mit dem Erwerber geschlossen. Entscheidend für die Rechtsprechung, ob tatsächlich ein Betriebsübergang vorliegt ist die Frage nach der „wirtschaftlichen Einheit“ des Betriebes.

Sofern Ihnen nach vollzogenem Betriebsübergang gekündigt wurde oder es zu anderen nachteiligen Einwirkungen auf Ihr Arbeitsverhältnis, wie bspw. Lohnkürzung kommt, beraten und vertreten wir Sie gerne.

Befristete Arbeitsverhältnisse

Ebenso wie die Arbeitnehmerüberlassung stellt die Befristung von Arbeitsverhältnissen die gängige Praxis in der Arbeitswelt dar. Hierdurch wird das Arbeitsverhältnis durch Zeitablauf, also gerade nicht durch Kündigung, beendet. Für den Arbeitgeber stellt dies eine einfache Möglichkeit dar, Arbeitsverhältnisse zu beenden, da eine Kündigung oftmals schwierig zu begründen ist.

Allerdings können Arbeitsverhältnisse nur für eine begrenzte Anzahl von Befristungen geschlossen werden. Dem Arbeitgeber wird hierdurch schließlich Planungssicherheit genommen.

Sollte Sie ein befristetes Arbeitsverhältnis abgeschlossen habe, beraten und vertreten wir Sie gerne in dessen Abwicklung und ggf. Umwandlung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

Gleichbehandlung

Im Arbeitsleben gilt das im AGG verbriefte Gebot der Gleichbehandlung. Die bedeutet, dass niemand aufgrund seines Geschlechtes, seiner Herkunft, seiner Religion, seines Alters oder seiner Weltanschauung diskriminiert werden darf. Leider wird diesem Grundsatz generell, insbesondere im Arbeitsleben, nicht ausreichend Rechnung getragen. Diese Verstöße sind meist nicht so offensichtlich wie man vermuten mag.

Für den Fall des Verstoßes durch den Arbeitgeber macht dieser sich schadensersatzpflichtig. Sofern Sie in irgendeiner Form durch Ihren Arbeitgebernehmer diskriminiert wurden, machen wir gerne Ihre Rechte für Sie geltend.

Kündigung

Die Kündigung stellt quasi das Hauptfeld der arbeitsrechtlichen Tätigkeit dar. Das Arbeitsverhältnis wird hierdurch eventuell beendet.

Dies geht für den Arbeitnehmer meist mit dem Verlust seiner Existenzgrundlage einher, da das Einkommen, anhand dessen er sich sein Leben aufgebaut hat, weg bricht.

Allerdings ist nicht jede durch den Arbeitgeber ausgesprochene Kündigung wirksam und führt zur tatsächlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Ab einer gewissen Größe eines Betriebes stellt der Gesetzgeber erhebliche Anforderungen an eine Kündigung.

So ist beispielsweise die Betriebszugehörigkeit eines Arbeitnehmers entscheidend dafür, ob diesem gekündigt werden kann, oder nicht. Hinzu kommt, dass bei einer Betriebsgröße von über 10 Vollzeitbeschäftigen ein Kündigungsgrund bestehen muss. Den kann der Arbeitgeber nicht einfach so frei erfinden.

Nicht jedes Verhalten des Arbeitnehmers berechtigt den Arbeitgeber somit zur Kündigung.

Auch genießen besondere Arbeitnehmer wie Auszubildende oder Menschen mit Behinderung besonderen Kündigungsschutz. Ein probates Mittel um sich gegen eine unberechtigte Kündigung zu wehren, stellt die Kündigungsschutzklage dar.

Sollte Ihnen durch Ihren Arbeitgeber gekündigt werden, ist zunächst Ruhe zu bewahren und von kopflosen Aktionen Abstand zu nehmen. Wir vertreten aufgrund unserer langjährigen Erfahrung Ihre Interessen sachgemäß.

Mutterschutz

Der Mutterschutz dient dem Schutz der Familie und hat die Aufgabe die werdende Mutter und das ungeborene Kind vor den Gefahren des Arbeitsplatzes, vor finanziellen Repressalien und vor allem vor dem Verlust des Arbeitsplatzes während der Schwangerschaft zu schützen. Der Kündigungsschutz des Mutterschutzgesetzes stellt eine besondere Ausprägung des Gleichbehandlungsgrundsatzes dar.

Sozialauswahl

Beabsichtigt der Arbeitgeber eine sog. ordentliche betriebsbedingte Kündigung und fällt der Betrieb unter den Anwendungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes (ab einer Größe von 10 Arbeitnehmern und einer Beschäftigungsdauer über sechs Monate), so ist eine Sozialauswahl durchzuführen. Der Arbeitgeber muss sich also die Frage stellen, welchen seiner Arbeitnehmer eine Kündigung am wenigsten „treffen“ würde. Entscheidende Faktoren hierbei sind die Betriebszugehörigkeit, das Alter des Arbeitnehmers und dessen Familienstand.

Sofern Sie eine betriebsbedingte Kündigung erhalten, gleichwohl diese nach durchzuführender Sozialauswahl nicht begründet ist, setzen wir Ihre berechtigten Interessen für Sie durch.

Sperrfrist

Wenn Sie das Arbeitsverhältnis kündigen oder Ihnen aufgrund einer erheblichen Pflichtverletzung außerordentlich oder ordentlich gekündigt wird, kann die Agentur für Arbeit zunächst die Auszahlung von Arbeitslosengeld sperren. Hiermit wird sanktioniert, dass durch Ihr Verhalten das Arbeitsverhältnis beendet wurde. Gleichwohl ist nicht jede durch die Agentur für Arbeit verhängte Sperrfrist rechtmäßig. Dennoch ist vor jeder eigenen Kündigung des Arbeitnehmers diese Sperrfrist zu beachten. 

Urlaub

Urlaub stellt einen wunderbaren Ausgleich zum Arbeitsalltag dar. Jedem Arbeitnehmer steht ein Anspruch auf Urlaub für das Arbeitsjahr zu. Gleichwohl kann dessen Inanspruchnahme während des Arbeitsverhältnisses durchaus Schwierigkeiten bereiten. Abgaben und Termine kollidieren da schon einmal mit dem Jahresurlaub. Dennoch bleibt dieser Anspruch erhalten, kann sich ggf. in einen Zahlungsanspruch gegen Ihren Arbeitgeber umwandeln.

Wie setzen Ihre berechtigten  Interessen für Sie durch.

Zeugnisse

Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Erteilung eines Arbeitszeugnisses. Dieses soll dem neuen Arbeitgeber Auskunft über die Art, die Dauer und den Umfang der beendeten Tätigkeit geben. Darüber hinaus sollen die Leistungen, Qualifikationen und Kenntnisse des Arbeitnehmers bescheinigt werden und diesem bei Bewerbungen hilfreich sein.

Arbeitgeber verwenden hierbei eine klausulierte Sprache. Auch das wohlklingendste Arbeitszeugnis kann dem Arbeitgeber eine mangelhafte Arbeitsleistung bescheinigen und stellt ein erhebliches Hindernis im Bewerbungsprozess dar.

Wir setzen Ihre diesbezüglichen Interessen kompetent durch, so dass eine Leistung- und Verhaltensbewertung mit sehr gut auch tatsächlich in ihrem Arbeitszeugnis bescheinigt wird.